Dienstag, 12. Mai 2015

Statt 12 von 12: Südamerika - eine Nachlese

Vier Wochen weg von zu Hause. Inzwischen merke ich, dass ich das nicht mehr "locker flockig" wegstecke wie noch vor 10 Jahren.
Das Packen geht mir leicht und professionell von der Hand.
Schließlich gab es schon Zeiten, in denen das ganze Jahr über der Koffer nie gänzlich ausgepackt im Schlafzimmer lag.

2 Wochen Südamerika, 1 Woche Stuttgart, 1 Woche Hamburg.

Wie schon vor 3 Jahren gab es die h-Moll-Messe im Gepäck. Dieses Mal zusätzlich auch noch den Messias.
Dafür hatten wir bei dieser Tournee einen ganzen freien Tag in Buenos Aires. Was ich da gemacht habe? Huiuiui...schaut selbst:
Von Frankfurt ging es los. Erste Station Brasilien.

Sao Paulo:







Rio de Janeiro:




Montevideo:




Mit der Fähre (lustiger Name Busquebus) von Montevideo in Uruguay nach Buenos Aires:


Buenos Aires:



                                                                                                            Copyright: H.Schneider

                                                                                                                                    Copyright: H.Schneider


Es ist das, wonach es aussieht! Ein Tattoo aus Buenos Aires. 
Ganz am Ende der Bilderflut lüfte ich es. :)



Unser Hotel "Panamericano" liegt an der größten (breitesten) Strasse der Welt.


"Liebevoll" angerichtet: vegetarisches Essen der LAN auf unserem Weg nach Lima in Peru.


Flug über die Anden.
(Und erneut bei diesem Blick auf die unwirtliche Landschaft denke ich 
an das Trompeterbuch aus meiner Kindheit: "Flucht über die Anden" von Jan Flieger...)



Letzte Station, meine Lieblingsstadt Lima:












Konzert im nigelnagelneuen Opernhaus von Lima. 

                                                                                                                                                                 Copyright: H. Schneider



Am nächsten Morgen ging es über Madrid und ziemlich viel Chaos und Jetlag zurück nach Frankfurt.

Und das ist das neue Tattoo:


Man kann viel darin sehen. 

Ein Kreuz.
Eine Frau.

Unendlichkeit.
Liebe.

Embrace Life.
Wahrheit.

Hoffnung.
Neuanfang.







Dienstag, 17. März 2015

Freundschaft




Echte Freundschaft ist:


Miteinander die schönsten und schwersten Momente des Lebens zu teilen.

Beistand und Trost zu sein und dafür nichts zu erwarten.

Mit Blumen überrascht zu werden.

Und nur noch Liebe zu fühlen.

DANKE!


Sonntag, 15. März 2015

Dieses Organisationsding

Irgendwann im letzten Jahr hat sich hierzulande ein erstaunliches Phänomen breitgemacht: Filofaxing. Kennst Du nicht? 

Filofax. Dieses Kalendersystem der Businesspeople aus den Neunzigern. Kurz bevor der PDA kam. (Einen witzigen Film gab es mit James Belushi damals auch.) 


Weil einschlägige Nord-Süd-Discounter und Kaffeeröster alle Frühling wieder buntes Bastelzeug im Sortiment haben, was frau auf Vorrat besser stets im Haus hat, kauft frau Trendfollower sich nun zum Ausleben des Klebefetisch und der Gestaltungssucht diese sündhaft teuren Planer


Neulich trat ich in eine der größten "Filo-Fangruppen" ein. 

Ich wollte verstehen, warum Menschen Kalender sammeln. Sammeln! 
Diese wirklich sehr teuren noch dazu. 

Und ich lernte: mit einem einzigen Kalender ist es nicht getan.

Frau braucht einen Kalender für die eigenen Termine. 
Einen Gartenbestellungsplaner, einen als Reisetagebuch, einen für die Termine der Kinder, einen für die Termine des Gatten und einen für das Hobby, noch einen für die Arbeit oder die Uni, einen nur für Rezepte, einen für den Haushalt (wann die Treppe gewischt werden muss, wann gestaubsaugt, you know?).

Je mehr verschiedene Kalender, desto Status. 




Es werden mit Aufklebern, sorry: "Sticky notes" (es gibt welche mit Wischeimer und Schrubber!) und Washitape dekorierte Wochenseiten gezeigt, bei denen ich mich frage, wohin da noch Eintragungen passen sollen.

Jede Woche bzw. jeder Monat wird thematisch individualisiert, Divider (Trennseiten zwischen den Kategorien eines Ringbuchsystemkalenders), Wochenkalendarien aufwändig gestaltet und ausgedruckt oder via Dropbox für andere zum Download bereitgestellt. 

Je detailverliebter, desto mehr Likes.




Sie heißen auch nicht einfach "Kalender". Sie heißen Gillio Amica und Midori Passport in brown oder Finsbury. Sie sind bunt oder pink oder gülden oder gar aus echtem Leder und kosten in vernünftiger Größe und Ausstattung nicht unter 80 Euro (online evtl. weniger).


Nunja.

Ich habe auch einen Ringbuch-Terminplaner. Gekauft 1994 bei Karstadt in Dessau für 39 D-Mark. 



Über 20 Jahre alt, abgegriffen und voller Geschichten. 

Er hat mich durch das gesamte Studium und meine erste Ehe begleitet. Alle Jahrgänge habe ich aufbewahrt und in manchen sentimentalen Minuten lese ich darin, was 1998 in meinem Leben so passiert ist. So ganz ohne bunt.

Ich habe ihm 2010 eine Hülle genäht und bestickt, ihn sehr geliebt und auch sehr gebraucht. 

Aber er verschaffte mir nie einen wirklich guten Überblick über das Jahr, die Woche oder den Monat. Notizen, die ich in einer anderen Kategorie machte, vergaß ich, wenn sie nicht direkt im Wochentag standen. Das totale Chaos und für mich nicht mehr passend.

Mit neuem Job und damit noch mehr Organisationsfaktoren und der Aussicht auf den kommenden Sommer mit allen Terminen und zusätzlichen To-Do's für die Rüben musste etwas her, was mir auf einer Seite mehr Überblick und richtig viel Platz für Notizen verschafft.

So zog ich neulich mit dem Herzbuben los und kaufte einen schlichten (und um 50% reduzierten, weil das Jahr doch schon längst angefangen hatte) Leuchtturm-Kalender A5 für 7 Euro.



Eine Woche, eine Seite. Rechts daneben eine ganze Seite blanko für alle zu erledigenden Dinge der Woche.


Sehr schlicht, extrem übersichtlich. 

So, wie es sich in meinen Augen auch am besten lebt.




Noch vor Jahren kreisten meine Gedanken unentwegt um die effektive Nutzung von Zeit. 

Wieviele Aufgaben kann ich im immer kleiner werdenden Zeitfenster erledigen?

Mehrere Jobs parallel, Beziehung, Kinder, Reisen, soziales Leben, Hobbies, Terminorganisation für 5 Personen.


Oft genug habe ich die Übersicht verloren, blieben Dinge liegen, Beziehungen auf der Strecke, das soziale Leben war bis auf ohnehin regelmäßige Begegnungen auf ein nie dagewesenes Minimum geschrumpft.


Inzwischen ist mein Leben deutlich entschlackt und hat eine andere Richtung genommen.

Die Prioritäten sind neu abgesteckt: Familie, Freunde, Beruf. In DER Reihenfolge.

Im Ausblick auf den anstehenden Umzug in das neue Haus habe ich auch auf anderen Ebenen angefangen umzudenken.


Während der letzten Monate habe ich bereits viel Zeug verkauft oder entsorgt: Bücher, Schmuck, Küchenutensilien, Schuhe (!!!!!!!), Handtaschen (!!!), Klamotten (Wer braucht 4 Wintermäntel???).

Es gibt noch etliches Potential und ich werde mich bis August von noch sehr viel mehr Dingen trennen.

In Sachen Kosmetik habe ich mir zum Beispiel zu Beginn des Jahres zur Regel gemacht, erst alles aufzubrauchen, ehe Neues gekauft wird. (Wer braucht 20 verschiedene Nagellacke???)


Vielleicht ist diese Filofax-Hype schon wieder der Gegentrend zu diesem Weniger-ist-mehr-Entschleunigungs-Lifestyle, der ja als Trend auch schnell wieder verpuffte?

Ich hätte da ja eine Idee:


Der Herzbube und ich nutzen gerne Post-its. Vor allem für kleine Nachrichten, wenn einer verreist und nicht vor dem anderen wieder nach Hause kommt.







Vielleicht können all diese bunten Tapes und Sticky notes, Aufkleber, bunten Papiere und  Post-its auch einen ganz anderen Zweck erfüllen als in Kalender verklebt zu werden?

Den Liebsten eine Nachricht hinterlassen zum Beispiel. 


Wann hast Du Deinem Mann zuletzt einen schönen Arbeitstag gewünscht? Oder eine gute Reise? Oder dem Kind viel Erfolg bei der Kurzkontrolle oder bei der Prüfung oder dem neuen Wochenbeginn?


Mit Liebe dürfen wir sooooooooo verschwenderisch sein! :) 


Morgen ist Montag. Eine super Gelegenheit. :)



PS: Übrigens ist DAS HIER eine ganz interessante Strategie.

Freitag, 27. Februar 2015

Bremen

Dieser Tage in Bremen sassen wir mit den Kollegen zusammen und haben versucht zu zählen, wieviele Konzerthallen, Kirchen, Theatersäle und Opernhäuser dieser Erde wir im Laufe der Jahre von innen lieben und hassen kennengelernt haben. 
Bei irgendetwas um die 70 hörten wir auf, aber es sind wohl für die meisten von uns nocheinmal so viele. In diesem Jahr kommen bis zum Sommer auch noch viele hinzu.

Gestern also Bremen. Vollbesetzt bis auf den allerletzten Platz sangen wir Beethoven und freuten uns über einen sehr geglückten Abend. 



In den Tagen zuvor erkundeten wir die Stadt touristisch. Die Stadtmusikanten, den Roland, den Schnoor, die Weser, 






Das Wetter war normal norddeutsch - büschen diesig und leichter Niesel. :)




Das berühmte Schnoor-Viertel haben wir natürlich auch besucht.
Darin gibt es das "kleinste Haus der Welt" - das Hochzeitshaus.











Im schönsten traditionellen Kaffeehaus der Stadt, dem Café Tölke, haben wir uns eine flambierte Weinbrand-Torte gegönnt und die beste Russische Schokolade ever getrunken.



Es muss im Sommer herrlich sein, wenn alle Cafés Tische und Stühle draussen in den schmalen Gassen stehen haben und man das Schnoor-Flair bei warmem Sonnenschein genießen kann. Ich komme im Sommer nochmal her! Bestimmt!



...und dem Herzbuben habe ich ein Foto mit dem Hochzeitshaus schonmal gezeigt. :) :)