Donnerstag, 21. Januar 2016

Prüfungszeit

6.15 Uhr. Ich stehe auf, verlasse leise das Schlafzimmer, gehe ins Bad und dusche. Als ich wieder herauskomme, ist das halbe Bad nass. Der Duschabfluss ist verstopft. Mist. Ich habe jetzt keine Zeit, den Abfluss zu leeren, das muss warten. Zwei Handtücher aus dem Regal trocknen den Boden, während ich mich anziehe, mir die Haare föhne und mich schminke.

6.35 Uhr. Ich packe meine Unterlagen zusammen. Schnell muss ich noch einen neuen Zettel ausdrucken, wo ich das Kolloquium heute abhalten werde, mein Seminarraum ist durch einen Workshop die ganze Woche belegt. 

6.50 Uhr. Jetzt koche ich Kaffee, mache die Brotdosen für die Rüben und mich fertig, denn ich habe von 10-19.00 Uhr keine nennenswerte Pause, der Proviant muss reichen.

7.00 Uhr. Die Rüben wachen von allein auf. Heute ist Zahnarzttermin. Rübe 1 hat gestern Abend einen Klebezettel an die Tür gepinnt. Ich hätte es heute vergessen. Die Prophylaxe-Ausweise in die Ranzen, die Essenmarken dazu, die Brotdosen und Trinkflaschen.

7.10 Uhr. Der Kaffee ist durch. Ich trinke einen Schluck. Mist. Heute muss ich nüchtern zum Blutabnehmen. Kaffee fällt aus. Ich befülle meinen Thermobecher, die Rüben putzen ihre Zähne gründlicher als sonst morgens und ziehen sich an.

7.20 Uhr. Ich höre draußen die Müllautos und renne schnell in die Garage, die Mülltonnen und gelben Säcke an den Strassenrand zu stellen. Es ist eisig und kalt, das Müllauto fährt just in diesem Moment vor. Glück gehabt.

7.25 Uhr. Rübe 1 fragt, ob er nach dem Schwimmen nach Hause laufen kann, er müsste sonst nochmal mit dem Bus zur Schule zurück und wieder mit dem Rad nach Hause. Die Schwimmhalle ist um die Ecke. Ich schreibe einen Erlaubnis-Zettel und überlege, ob ich es zeitlich schaffe, ihn zur Schule zu fahren und dann zur Arztpraxis. Es wird reichen.

7.30 Uhr. Rübe 2 macht sich fertig und fährt mit dem Rad los. Draussen wird es früher hell. Ich merke das heute zum ersten Mal richtig.

7.35 Uhr. Rübe 1 und ich fahren los. Ich impfe ihn nochmal: nach der Schule nach Hause. Nudeln sind vorgekocht, Tomatensoße von gestern noch da. Macht es euch in der Mikrowelle warm. Um 18.45 Uhr geht ihr rüber zum Abendbrot, das ist abgesprochen.
Um 20.30 Uhr bin ich spätestens wieder da.

7.50 Uhr. Wir stehen im Stau. In 10 Minuten beginnt die Schule und eigentlich habe ich meinen Arzttermin parallel. 3 Minuten vor Unterrichtsbeginn springt er an der Schule aus dem Auto.

8.05 Uhr. Parkplatzsuche vor der Arztpraxis.

8.20 Uhr. Ich muss warten und aber eigentlich dringend los. Um 10 Uhr ist die erste Prüfung.

8.35 Uhr. Im Auto und längst aus der Stadt raus, bemerke ich, dass mein Handy zu Hause liegt. Ich drehe um und finde es im Badezimmer wieder.

8.50 Uhr. Es ist kalt und glatt. Ich darf nicht schneller fahren. Es hilft nur noch beten, dass kein Stau ist.

9.59 Uhr. Ich sitze in meinem Raum. Studentin und Zweitprüfer verspäten sich um gute 10 Minuten wegen Glatteis. Uff.



Diese Woche ist die erste von drei arbeitsintensiven Prüfungswochen an der Hochschule.
Mündliche Prüfungen, Lehrproben, künstlerische Prüfungen.

Die Hälfte aller Prüfungszeiten orientiert sich nicht an den Unterrichtszeiten meiner Kinder in der Schule oder den Arbeitszeiten des Herzbuben (mittags bis spätabends), so dass die Rüben in dieser Woche zum ersten Mal  merken, wieviel bislang um sie herum geplant wurde und wie es sich anfühlt, wenn das tagelang einfach nicht geht.

Eine merkwürdige Mischung aus schlechtem Gewissen und Vertrauen in sie macht sich in mir breit.

Prüfungszeit ist es auch für uns in puncto Hausbau. Vieles geht schief.

Die Stadtwerke haben die Hausanschlüsse letzte Woche nicht fertiggestellt. Der Grund: sie haben vergessen, in der Strasse den Strom dafür abzuschalten. Das muss zudem angekündigt werden. Wurde es nicht. Deppen! 
Dann gab es Regen und wurde zu nass für Erdarbeiten an Stromkabeln. Dann gab es Frost und seit gestern Schnee. Neuer Termin war gestern. Aber es war so kalt, dass die Schutzisolierung der steifen Kabel drohte zu brechen. Es wurde nicht erledigt. Neuer Termin: nächste Woche Dienstag.

Für uns bedeutet dies: 
Lüfter und Kabel organisieren, um das Haus über Null Grad zu halten. Denn die Heizung lief ja schonmal und ist mit Wasser gefüllt. Wenn das gefriert... - man kann es sich denken!

Es bedeutet auch, die Lieferung der Küche und die Montage ein viertes Mal zu verschieben. Wir müssen nun Lagergebühren zahlen und mit Pech auch den Monteur, wenn er für den Tag keinen anderen Auftrag einschieben kann.

Des Weiteren habe ich meinem Vater abgesagt, der am Sonntag vorhatte zu kommen, um uns eine Woche lang beim Abschleifen und Streichen der Wände und Decken sowie beim Verlegen des Parketts helfen wollte.

Aber es wird nun keine Zwischenabnahme geben, vor der wir nicht hätten anfangen dürfen.

Ohne Zwischenabnahme kein Bodenverlegen, ohne Boden keine Küche, ohne trockenen Estrich kein Boden, ohne Heizung kein trockener Estrich, ohne Hausanschlüsse kein Strom für die Heizung.

Wir werden geprüft. 



Dienstag, 12. Januar 2016

12 von 12 im Januar (2016)

12 von 12 zum ersten Mal im Neuen Jahr. Bei uns ein ganz normaler langweiliger Dienstag.

1. 6.45 Uhr: Guten Morgen! Kaffee für uns, Brote und Trinken für die Jungs.


2. 7.00 Uhr:  Alle schlafen. Noch 15 Minuten allein für mich und meine auf die lange Bank geschobenen Bestellungen.


3. 7.15 Uhr: Zeit, die Rüben zu wecken!


4. 7.30 Uhr: Der Baum nadelt jetzt fürchterlich und wird heute endlich abgeschmückt! 
Am Sonntag habe ich Geburtstag - höchste Zeit!


5. 8.45 Uhr: Die Rüben sind aus dem Haus, das Zimmer gelüftet, die Betten gemacht. 
Ob sie im Haus und ihren eigenen Zimmern ihr Zwillings-Selbstbau-Doppelbett vermissen werden? :)


 6. 10.00 Uhr: Arbeit, erster Teil 5 Häuser weiter: Klavierunterricht. 
Dankenswerterweise darf ich bei den Herzbuben-Eltern meine Schüler unterrichten. 
Der Herzbube selbst testet derweil unser neues Fitness-Studio um die Ecke.


7. 13.30 Uhr: Schulschluss. Kind 1 ist zu Hause, Kind 2 hat noch Chor, der Herzbube ist schon bei der Arbeit. Mittagessen geht heute nur in Etappen.



8. 14.30 Uhr: Abgeschmückt. 
Meine seit vielen Jahren geliebten, schönen Kerzenhalter (im Vordergrund) vom Weihnachtsmarkt der Schwedischen Gemeinde in Berlin haben in diesem Jahr leider gelitten. Einer ist verkohlt und ich weiss noch nicht, wie man es retten kann... Wenn jemand einen Rat hat - ach, ich wäre sehr verbunden.


9. 15.00 Uhr: Arbeit, zweiter Teil: Vorbereitung für die Prüfungswochen. Die Rüben sind unterwegs in der Stadt mit Freunden. 


10. 18.30 Uhr: Schnelles Kinderwunsch-Abendessen: Maultaschen in Brühe. Bitte sehr. Aber nicht für mich. 


11. 19.00 Uhr: Ich bin der Serie seit 3 Tagen absolut verfallen: Downton Abbey. 
Ich war heute fleissig und habe alle Vorlesungen für Donnerstag fertig. Es müsste doch nur noch ein allerletztes kleines Seminar für dieses Semester vorbereitet werden: Solfeggien im historischen Kontext. 
Nein, nichts zu machen: mir ist nach anderem historischen Kontext.



12. 20.00 Uhr: Die Rüben sind so gut wie im Bett, der Herzbube noch nicht wieder zurück von der Arbeit. Ich stricke nun den letzten Schritt (Knopfleiste und Kragen) an meinem "Zwischen-den-Jahren-Projekt" - dem Easy-Peasy-Strickmantel Marke Eigenbau aus meiner absoluten Lieblingswolle:

Strickmuster:     orientiert an dieser großartigen Raglan-von-oben-Anleitung von Zuzsa

Wolle:                Rigato von Wolle-Rödel, gestrickt auf Nadelstärke 5.


Danke fürs Zusehen. Alle anderen 12 von 12 findet Ihr hier.  Bis zum nächsten Mal. :)





Mittwoch, 6. Januar 2016

Entschleunigung

Wir trinken Kaffee und Kakao. Der Herzbube läuft noch schnell fünf Häuser weiter und stibitzt aus Mutterns Keksvorrat eine bunt gemischte Dose für uns. Hmmmm.

Die Rüben sind wieder da nach einer Papawoche mit wohl ganz viel Trallala in Berlin. 

Alle Weihnachtskerzen verteilt im Raum werden noch ein paar letzte Runden lang angezündet. Der Baum leuchtet so warm und heimelig - hach, könnte er doch für immer dort stehen bleiben...


Wir sitzen zusammen und lesen, spielen, stricken, gucken Handyfotos an. Die Rüben erzählen viel aus der letzten Woche und kuscheln sich unentwegt an mich mit einem tiefen Atemstoß.
Sie hatten Spaß, sagen sie. Und dass sie sich auf dem Rückweg richtig doll auf Zuhause und uns und ganz viel "chillen" gefreut haben. 




Der letzte Ferientag. Morgen geht das neue Jahr mit allem Alltag wieder los.
Irgendwie bin ich noch gar nicht bereit. Wie jedes Jahr aufs Neue möchte ich diese "Zwischentage" festhalten. Die Tage vor und nach Silvester. Diese Stille und das Ausruhen. 



Ein paar Jahre lang habe ich Listen geschrieben, was ich mir für das frische neue Jahr vornehme.
Das tue ich inzwischen nicht mehr. Leben ist doch das, was passiert, während wir Pläne machen und Listen schreiben.

*****



Unser Hausbau stockt nun doch seit Ende November. Die frisch eingebaute Luft-Wärmepumpe ist kaputtgegangen. Grmpf. Sie wurde Anfang Dezember von der Hausbaufirma provisorisch bei Nachbars Strom angeklemmt, weil unsere Hausanschlüsse noch nicht gelegt werden konnten. Im Provisorium aber fiel sie ständig aus und hat nun einen irreparablen Schaden von ca. 3000€ erlitten. 



Schuld war letztlich wohl der Elektriker, der sowohl ein falsches Kabel (Feuchtraumkabel quer über die Anwohnerstrasse. Wie schlau!) verlegte, als auch die Phasen der Wärmepumpe irgendwie wohl falsch anschloss. Das muss er jetzt nur noch einsehen und seiner Berufshaftpflicht melden.

Nächste Woche kommen erstmal die längst ersehnten Hausanschlüsse für Strom und Wasser, so dass wir Nachbars Strom nicht mehr brauchen werden.

Dann kann auch endlich der Fliesenleger rein und wir können parallel die inzwischen längst trockenen Wände bearbeiten, abschleifen, grundieren und weiß streichen.

Wie gut, dass mein Semester fast vorbei ist und ich für meine Vorlesungsvorbereitungen nicht mehr so lange Vormittage und Abende am Schreibtisch sitzen muss.
So können wir im Haus viel schaffen und vielleicht Anfang Februar umziehen? Mal sehen.

Wir sind gerade jetzt mit dieser unerwarteten Verzögerung so unendlich dankbar für diese muckelige kleine Wohnung, aus der wir rauskönnen, wann immer wir wollen. 

*****

Meine Weihnachtskarten, die Menschen erreichten, von denen ich seit Jahren nichts mehr las oder hörte, haben für ordentlich überraschte und erfreute Gesichter gesorgt.
Von allen Seiten trudelten Karten und Briefe, Emails, Anrufe und sms ein. Wie schön!

Grundsätzlich bin ich jemand, der lange braucht, ehe Lebensphasen abgeschlossen sind. Schulzeit, Studium 1, Studium 2, 6 Jahre Hamburg, 6 Jahre Randberlin, nun schon über 2 Jahre in Ostwestfalen.

In jedem dieser Abschnitte habe ich Jahre gebraucht, um die Abschnitte davor abschließen zu können. Es war tatsächlich so etwas wie Trauerarbeit. Jedes Mal fiel es mir schwerer einen vertrauten Ort und vertraute Menschen loszulassen.

Und doch habe ich aus jeder Lebensphase ein paar Wegbegleiter, mit denen ich bis heute ganz eng verbunden bin. Von meiner Sandkastenfreundin Ira, die ich nun seit 35 Jahren kenne, bis hin zu meinen Mädels aus Randberlin, die ich so schmerzlichst vermisse.

Und dann sind da diejenigen, mit denen ich einmal viel teilen durfte und zu denen der Kontakt aus den verschiedensten Gründen abbrach.

Sie alle erhielten im Advent von mir die wunderbaren Klappkarten von Ursula Markgraf mit einem persönlichen Gruß und nahezu alle haben mir zurückgeantwortet. Große Freude! 

So beginnt das neue frische 2016 mit ganz viel positivem Feedback. Das darf gern so weitergehen... 

...und gern ein paar Plusgraden mehr. 
Oder halt echten Schnee. 
Aber nur kalt ist doof.








Donnerstag, 24. Dezember 2015

Auf dem Weihnachts-Plattenteller

Schon vor einigen Jahren wollte ich mal zeigen, was wir in der Adventszeit bzw. an Weihnachten für Musik hören.

Als Familie mit zwei Berufsmusikern ist Musik unser täglich ernährend Brot und in der Vorweihnachtszeit und an den Feiertagen selbst kommen da nochmal drei Schippen drauf.

Daher ist die Beschallung zu Hause eher sehr moderat und wenn, dann wirklich handverlesen.
Das Radio läuft morgens maximal für 20 Minuten zum Frühstück.

Hier sind unsere Top Five für Euer diesjähriges Weihnachten - bestimmt ist was Neues dabei:

5. PLATZ: 




Wer Lust auf große amerikanische Film-Weihnacht hat, dürfte sich mit der Musik dieser  Weihnachts-CD in so sattem und weichem Orchestersound und Amys samtig-dunkler Altstimme rundum wohlfühlen.
Lange Jahre gab es für mich neben dieser Platte tatsächlich keine andere. 
Das Album ist käuflich zu bestellen hier, als iTunes-Download hier und zum Reinhören hier zu finden.  
Amy hat danach noch ein zweites Weihnachtsalbum veröffentlicht. Es heißt "Christmas to remember" und ist dem ersten Album von der Gestaltung her sehr ähnlich. Auch sehr sehr toll! 


4. PLATZ: 




Wer - wie wir - nie Interesse an solchen schrecklichen Kinderlieder-Verschandelern wie Jöker und Zuckowski hatte, wird sich freuen, dass es durchaus noch CDs gibt, die unsere geliebten Kinder-Weihnachtslieder ohne Schnickschnack und mit tollen Kinderstimmen präsentieren.
Eine davon ist die tolle Platte "Morgen kommt der Weihnachtsmann" mit allen gängigen Liedern, die die Kleinsten schon lieben.
Hier als Platte, hier als iTunes-Download und hier mal zum Reinhören.

Übrigens gibt es schon eine 2. Platte mit dem Titel "Schneeflöckchen, Weißröckchen". Juchu!


3. PLATZ:




Sie läuft seit zwei Jahren hier rauf und runter. Normalerweise kaufe ich keine Musik, die in den Charts läuft, aber um dieses wahnsinnig tolle Album  kommt man einfach nicht herum: Michael Bublé mit einer Neuauflage seines so erfolgreichen Weihnachtsalbums voll bepackt mit Swing und Big Band. Klassiker neben Coverversionen -  damit KANN man nichts falsch machen.

Haptisch zu kaufen hier,  als Download ( wieder iTunes) hier und mal reinhören kannst Du hier.

2. PLATZ:




Im "Hamburger Abendblatt" wurden sie mal als "Deutschlands beste Swing-Jazzer" beschrieben - die Swingin' Fireballs aus Bremen.
Die Weihnachts-DOPPEL-CD "In the Mood for Christmas" mit den Swingin' Fireballs featuring Greetje Kauffeld ist so dermaßen großartig, dass man sich kaum satthören kann.
Die Titelzusammenstellung ist sensationell und abwechslungsreich, die Arrangements hört man selten so einfallsreich und ausgeklügelt.

Die Doppel-CD gibts hier, alle Titel aus Download-Kauf via itunes hier und reinhören auf Spotify kann man hier

1. PLATZ:




Ungeschlagen seit fast 10 Jahren gewinnt Bugge Wesseltoft mit seiner vor fast 20 Jahren erschienenen Platte "It's snowing on my piano". 
Jazzige klassische, sehr meditative Klavierweihnacht. Ganz wunderbare Klänge, zwei Hände voll Besinnlichkeit- unbedingt anhören!
  
Die Musik kann man als CD erwerben oder sich zB bei iTunes als Download kaufen oder bei Spotify mal reinhören.  


Habt Freude dran und lasst mich mal wissen, ob ihr ähnliches hört? Oder ganz andere Musik? Ich will ja auch mal was Neues kennenlernen. 




Frohe Weihnachten!





Sonntag, 6. Dezember 2015

Weihnachtsgeschenke 2015

Der Advent in diesem Jahr ist ein ganz Besonderer. Weil wir ihn einmalig in dieser kleinen Übergangswohnung miteinander verleben. Wir haben es uns hier im improvisierten Herbst und Winter mit unseren wenigen mitgenommenen Dingen richtig kuschelig gemacht.





In Musikerfamilien ist Advent oft wenig besinnlich, vielmehr über die Maßen organisiert und durchgetaktet.

Kein Wochenende ohne Proben, Konzerte, Gottesdienste. Spontane Einspringer für erkrankte Kollegen sind fast die Regel und können das gerade mühsam zusammengeflickte Betreuungskonzept zunichte machen. 

Der Herzbube und ich geben uns derzeit die Klinke in die Hand.

Die wenige Zeit, die zwischen Vorlesungsvorbereitung und Konzerten bleibt, verbringe ich in diesem Advent nicht vor der Näh-oder Stickmaschine, um Geschenke selbst zu machen.

In diesem Jahr verschenke ich Handgemachtes von guten Freunden. Die tollen Weihnachtsmotivkarten von Ursula Markgraf hatte ich neulich schon gezeigt.



An Weihnachten bekommen die engsten Freunde und die Familie neben diesen Grußkarten noch richtig richtig tolle Sachen. Unter anderem nämlich handgefertige Seifen und Cremes von Sonja Nerge.


Mit ihrem neuen Label Cutie Bee (ja, das Logo ist NATÜRLICH von Anja Rieger!) verkauft sie seit kurzem Seifen, Duschseifen, Rasierseifen, Lippencremes, Pflegecremes und Handcremes auf Honig-Basis in ihrem funkelnagelneuen Online-Shop.

Ihren Honig "Guten Morgen Honey" kennt ihr bestimmt schon längst. Neeeeeeeein?????
Das ist der beste Honig der Welt! Ich schwöre!



Als das große Paket kam, hingen die Rüben mit ihren Nasen so begeistert an dem Duft der Rasierseife, dass ich nicht umhin kam, ihnen eine Sonderedition des Duftes als Duschseife nachzuordern.

DANKE, SONJA! Das war zum heutigen Nikolaus ein Volltreffer!


Und weil ich morgen ganz früh für 8 Tage zum Trällern nach Hamburg und dann ins Saarland entschwinde, packe ich bereits jetzt alle Geschenke ein. Dann bleibt für die letzte Woche vor Weihnachten mehr Zeit zum Stricken und Kuscheln. Juchuuuu!


PS: Habt ihr auch schon diesen tollen dreidimensionalen Stern aus sieben Butterbrottüten gebastelt? Hier steht wie es geht.



















   







Sonntag, 22. November 2015

Rituale

Jedes Jahr im Advent fange ich an eine Liste zu schreiben.
Darauf sind sehr schnell 40 Namen. Der allerallerengste Familien-und Freundeskreis.
Ich vergleiche die Liste jedes Jahr mit den Listen aus den Vorjahren und stelle fest, dass sich wenig ändert. Die engsten Freunde sind die engsten Freunde geblieben und Familie ist Familie. Auch wenn nun schon drei Namen fehlen

In jedem Jahr wird sie aber auch um ein paar Namen reicher. 
Neue Freundschaften, neue Nachbarn, manchmal hier und da ein neuer Partner oder eine neue Partnerin.

Auf dieser Liste stehen die Empfänger für meine vorweihnachtlichen Grußkarten.
Wenn über das Jahr wenig Zeit bleibt, einen Gruß zu senden oder einen Besuch abzustatten - im Advent nehme ich mir die Zeit. Komme was wolle.

In diesem Jahr wird das Schreiben der Karten etwas ganz Besonderes.
Denn es sind ganz besondere Karten.

Sie wurden entworfen von der wunderbaren, inspirierenden und zeichnerisch so talentierten Ursula Markgraf.

Hatte ich schonmal erzählt, dass sie mit einem Klassenkameraden von mir verheiratet ist und ich dass noch gar nicht so lange weiss, obwohl ich ihren Blog schon fast 5 Jahre lang lese... Die Welt ist so klein.



Ursula hat 4 Motive entworfen. Ganz wunderbare Bilder, die schon auf den ersten Blick soviel Frieden und Ruhe ausstrahlen.


Diese umarmen-wollenden Schneekugel-Engel - ich liebe sie. *hug*

Ich habe gleich ein großes Paket bei Ursula bestellt und werde in diesem Advent Menschen mit einem Gruß beglücken, die ganz und gar nicht damit rechnen.

Mögen sie inspiriert werden von diesen Motiven und mögen sie Ruhe, Zufriedenheit und eine Umarmung in Empfang nehmen.


 Übrigens gibt es nur noch heute ein Sonderangebot für diese tollen Weihnachtskarten in Ursulas Shop:




Also schnell, schnell, bevor sie ausverkauft sind! 
Habt einen ruhigen Sonntagabend und kommt gut in die neue Woche.




Donnerstag, 12. November 2015

12 von 12 im November

Dann wollen wir doch auch mal wieder - heute hat es gepasst und dank des ersten Bildes  auf Instagram von Kai-Anja hab ich auch dran gedacht.

Mein Tag war eigentlich ein ganz typischer arbeitsreicher Donnerstag.
Schaut selbst:



1. 8.55 Uhr: Warten auf das Öffnen von Staples, 
um noch einen dicken Stapel Noten für meine Studies zu kopieren.
Der große Multidingens zu Hause ist zur Reparatur 
und vom kleinen Canon habe ich gestern um 23 Uhr den Druckkopf geschrottet. *örks*



2. 9.25 Uhr: Noch gute 20 Minuten Zeit für meine 
Lieblingsparkbank vor der Hochschule und ein paar Minuten Ruhe.


3. 9.55 Uhr: Alles sortiert, Beamer läuft, ich lasse mir 
vom ersten Studenten erstmal einen Cappuccino vom Bäcker holen. 
Läuft bei mir. :P 


4. 15.00 Uhr: Feierabend. Heimweg. 
Kurz vor zu Hause noch einkaufen und zur Post.


5. 16.15 Uhr: Die Rüben sind nach ihrem langen Tag zu Hause, 
ich fahre schnell rüber zum Haus, um zu stosslüften 
und die unteren Fenster über Nacht zu schliessen. 

Wenn die Treppe endlich kommt, mache ich drei Kreuze!!!!


6. 16.40 Uhr: Tanken.


7. ...und gleich nochmal.


8. 17.30 Uhr: Rübe 2 und ich hatten heute kein Mittagessen. 
Deswegen gibt es abends ausnahmsweise warm.

Die letzten Kartoffeln von Vadderns Acker. Wir brauchen Nachschub.


9. ...dazu einmal vegan (Rübe 2) und einmal Fisch (Rübe 1)


10. Beim Einkaufen fielen sie mir in die Hände für unser diesjähriges Weihnachtsgeschenke-Projekt. Ich werde berichten. :)


11. 20.25 Uhr: Mit Blick auf die Eimsbütteler Christuskirche auf der Kerze, 
die es neulich beim Konzert dort gab, Tee 
und Hustensaft *örks* richte ich den neuen Kalender 2016 ein. 


12. 21.00 Uhr: Die Rüben im Bett, der Mann beim Basketball, ich an der Häkelnadel.
(Wenn alles gut geht, die Aldi-Häkelwolle reicht und ich die Lust behalte, wird das eine aus einem Stück gehäkelte Jacke, die ich vor einem Jahr bereits hier entdeckt hatte.)


Danke fürs Zuschauen.
Weitere 12 von 12 gibt es wie üblich hier bei Caro.