Mittwoch, 29. Februar 2012

TXL-STR-MUC-TXL

Manchmal gibt es so Projekte, die ziehen sich wie Kaugummi.
Das letzte war so eins.
4 Tage Proben.
3 Tage Konzerte.

Die Anreise vergangenen Dienstag versank am Flughafen nicht im Streik, sondern im
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SCHNEE!!!

Vormittagsflug gestrichen.
Auf Nachmittag umgebucht, Gutschein verfressen, Zeit totgeschlagen, Noten gelernt.

Viel zu spät zur ersten Probe und die Erklärung von wegen "Schneechaos in Berlin" wurde im sonnigen und trockenen Stuttgart NATÜRLICH mit hochgezogenen Augenbrauen honoriert. "Aha?!?!"

Aber Stuttgart entschädigte mit Frühlingswetter und blauem Himmel.


Ungewohnt freier Blick aufs Planetarium


Interessante Transporte


Eine spannende Ausstellung


2 Konzerte am Wochenende und Weiterreise nach München.

Von der Stadt sahen wir aber nicht viel:



Hauptbahnhof - Hotel - Konzertsaal - Hofbräukeller - Hotel - Hauptbahnhof - Flughafen.


Eine leise Vorahnung, wie stressig die Südamerikatournee in zwei Monaten ablaufen wird...

3 Wochen,  6 Länder, 10 Konzerte, 14 Flüge.  Puh!

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Genäht und gestickt wird weiterhin nichts.
Die dicke Berta ist schon mächtig eingeschnappt.
Vielleicht repariere ich den Jungs doch noch ein paar Jeans?!
Ein bisschen wie es hier gemacht wird.
So trendsettermäßig mit bunten Zickzacks über den Löchern und Rissen.
(Hört das jemals auf? 2 Jungs und quasi täglich neue Löcher in den Hosen??)

Ansonsten lerne ich Noten. 
Schweres Zeugs.

Und unterrichte. 
Im Akkord.

Denn ab Montag: 

2 Wochen Hamburg und - mal wieder - 1 Woche Stuttgart. Haha.

Und so weiter, und so weiter....



Sonntag, 19. Februar 2012

Es gibt so Dinge...

... die braucht man nicht.

Hinter vorgehaltener Hand erzähle ich - und auch nur, wenn ich gefragt werde - 
daß Rübchen 1 Melodika lernt.
So ein gelbes, sehr lautes Ding mit Schlauch dran.

Für Musikereltern sowas wie der "worst case".
Das "Schlimmste", was passieren kann.
Quasi gleich nach: mein Kind ist unmusikalisch hoch 10.

(Warum? Weil auf nichts geachtet wird, was in meinen Augen als Musikpädagogin das Mindestmaß wäre. Weder auf Körperhaltung, noch darauf, daß das Kind gescheit in den Bauch atmet, noch daß es ein Stück fehlerfrei beherrscht ehe es einen "Toll gemacht!"-Stempel bekommt und das Stück abhaken darf. 
Weil es nur mit der rechten Hand und nur im Fünftonraum lernt.
Kein Fingerübersatz, kein Fingeruntersatz. Linke Hand? Wozu?
Aber...das Schuljahresende naht und damit das "Fröhliche Intermezzo")

Aber:
wir lieben unser Kind und wenn er Melodika lernen will, dann darf er Melodika lernen.
Weil er schon 1 Jahr Klavierunterricht bei mir hatte, ratzt er die Stücke runter wie nix, hat Spaß und muss quasi nicht üben. Nicht ganz in unserem Sinne dieses Nichtüben, aber: Besser als goar nix.
Vor Akkordeon im Anschluss kann ich ihn ja noch bewahren....vielleicht...

Rübchen 2 hat noch hier und da Klavierunterricht und ist aktuell sehr angetan von der 
Star Wars Titelmelodie für Easy Piano. Joa, das wird was. So nach und nach...

Aber er spielt auch gern Fußball. Manchmal. So warmduschermäßig.
Nicht, wenn es regnet oder zu kalt ist auf dem Platz.
Auch nicht 2x in der Woche wie alle anderen. Ihm reicht einmal und dann steht er auch gern im Tor. Rum. Also er steht im Tor rum. Weil Rumrennen zum Aufwärmen, das geht.
Mitrennen und Schießen allerdings, das wäre zu viel.
Aber - er hat viel Spaß dabei und bewegt sich. That's it! :)

Er hat auch nicht wirklich Ahnung von den Regeln. Macht ihm aber nix.
Im Tor muss man die auch eher nicht wissen. Oder?

Er kennt Philipp Lahm und den Schweini.
Und den HSV.

Immerhin.

Mit seinem Verein waren wir heute in der O2 World.






Topspiel der Deutschen Eishockeyliga zwischen dem Tabellenführer und dem Vize.

Berliner Eisbären gegen Ingolstadt.

So ein Spiel dauert 90 Minuten. 3 x 20 Minuten und dazwischen 2 x 15 Minuten Pause.

Wir waren sehr früh da mit unseren 2 Reisebussen.
Draußen war es kalt und drinnen gab es Bier.

Die Fußball-Väter, die ohne ihre Frauen da waren, 
nutzten die Abwesenheit den entspannten Sonntagnachmittag für einen ausgiebigen Spätshoppen.

Gegen die bereits nach dem ersten Spiel-Drittel herüberwehende Fahne des immer enthusiastischer werdenden Vaters links von mir half intensives Atmen durch den über die Nase gezogenen Baumwollschal.
Gut, daß der frisch gewaschen war, so Waschmittelduft hält ne Weile.

Kind 2 klagte im zweiten Drittel plötzlich über heftigste Kopfschmerzen über dem linken Auge und fühlte nur Besserung, wenn er sich quasi quer über mich legen konnte, ich mit der linken Hand seine Stirn streichelnd und mit der rechten sein angefangenes Hot Dog haltend .

So weit, so unbequem.

Der Alkoholpegel der Väter neben, hinter und vor mir stieg mit jeder Spielpause 
bzw. den "Papa! Pipi!"-Unterbrechungen ihrer Zöglinge, 
in denen sie halbliterweise die Ereignislosigkeit des Spiels zu betäuben versuchten.

Kurz vor den letzten 10 Spielminuten wollte Kind 2 endlich ein bisschen Ruhe und wir gingen raus.
Das Spiel endete 2:1 für den Tabellenzweiten und entsprechend maulig verließen die Berliner im großen Strom die Arena.

Der Showdown kam im Bus auf der 25minütigen Heimfahrt, als Kind 2 in meinen Armen vor Kopfweh wimmerte und die besoffenen Väter mitsamt ihrer Brut lautstark all die Wörter gröhlten, die sich meine Rüben zu Hause nicht mal ansatzweise trauen in den Mund zu nehmen.

Der Höhepunkt kam, als Kind 1 dann auch noch anfing zu heulen, 
weil der Mob "Scheiss Hamburg" minutenlang von hinten föhnte.
Da kam mein beschwichtigendes "Die sind betrunken!", 
"Die meinen nur den HSV, nicht uns!" längst nicht mehr an.

Die O2-World ist eindrucksvoll. Durchaus.
Wir saßen toll und die Stimmung war (anfangs) wirklich spaßig und mitreißend.
Es war prima organisiert und lief an sich reibungslos.

Aber der Rest... *seufz*

Donnerstag, 16. Februar 2012

Königlich!


Noten gelernt bis zum Morgengrauen.
Mit den Kindern aufgestanden.
Ihnen zum Schulweg hinterher gewunken, 
Zurück ins Bett gewankt.
Komatös bis zum Mittag geschlafen.

Frisch gebrühter Lieblingskaffee weckt die Lebensgeister.
Mit Kardamom, Zimt und Koriander.


Royale Post.
Mein Gewinn bei shippymolkfred. :)


Gerecht verteilt.

Die Jellybeans wanderten zu den Jellybeans-Naschdosen der Kinder. *yammi*
Über die Hello-Kitty-Tasche juchzte die erste Klavierschülerin des Tages.
Das Balsam ist für mich! 


Vielen Dank, liebe Shippy, das war eine tolle Überraschung heute. 

Jetzt vertief ich mich erneut in die Noten und hoffe, daß es langsam sackt. *seufz*



Sonntag, 12. Februar 2012

12 von 12 aus Stuttgart (Februar)

Schön, so ein gemachtes Bett, wenn man vom Frühstück zurückkommt.


Lernen für das nächste Projekt

Traurige Tagesmeldung.

Eine Runde Spocht.

Inspiration beim Schaufensterbummel. Taschen aus Fahrradschläuchen.


Spocht-Belohnung im Lieblingscafé.

Zugefrorener Feuersee.

Stellprobe vor dem Konzert.

Bachkantate.

Lecker!

Bettlektüre.


Und morgen wieder für ein paar Tage nach Hause.
Schön! 

Alle anderen vielen 12 von 12 findet ihr hier.

Donnerstag, 9. Februar 2012

*hatschi!*

Dass diese eine Woche zu Hause zu einer Mama-Woche wird, hatte ich so nicht erwartet.
Schön ist es aber.
Rübe 1 schnieft, hustet und fühlt sich nicht und blieb die ganze Woche gemütlich bei mir.
Rübe 2 hielt sich 3 Tage wacker, aber es war ja - wie so oft -  nur eine Frage der Zeit...



Dieser Tage müssen meine Schwester und ich uns mit dem Thema "Familienbesitz" auseinandersetzen.
Kaufen oder nicht kaufen und so weiter.

Während des Nachdenkens an meine Kindheit und des In-die-Zukunftfühlens fiel mir etwas ein, 
was ich - neben ganz vielen anderen tollen Dingen - von meiner Großmutter gelernt habe.

Selbstgemachter Hustensaft aus Schwarzem Rettich.

Kennst Du nicht? Paß auf - ist ganz einfach und sehr lecker! :)

Du brauchst einen schwarzen Rettich (Gemüsehändler fragen, wenn Du keinen schwarzen Rettich kennst oder finden kannst), Zucker (oder Kandis oder Honig), ein Messer,ein chinesisches Eßstäbchen (wahlweise Stricknadel) und eine Tasse.

Von dem Rettich schneidest Du oben trichterförmig einen Deckel ab und unten die Spitze.
 

Mit dem Eßstäbchen bohrst Du von oben nach unten ein Loch in den Rettich.
Mit dem Messer kannst Du das Loch oben noch ein kleines bisschen ausschneiden, muss aber nicht sein.

Dann stellst Du den Rettich auf eine Tasse und füllst in den Trichter oben 
Zucker (oder Kandis oder Honig) ein.

Deckel wieder drauf und stehenlassen.

Der Zucker entzieht dem Rettich Saft und Wirkstoffe und bereits nach einer Stunde kann man das erste Löffelchen verabreichen.
Die Wirkstoffe sind Senföle, Vitamin C, Magnesium, Selen, ätherische Öle, Kalium und B-Vitamine.
Sie wirken antibakteriell, reinigend, schleimlösend und beruhigend. 

Man kann einen Rettich auch aushöhlen, das Fruchtfleisch kleinschneiden, mit Zucker mischen und wieder hineingeben.
Lässt man den Rettich über Nacht stehen, bildet sich sehr viel Saft.
Aus einem Rettich können so bis zu 200 ml gewonnen werden 
und den Zucker kann man mehrmals wieder auffüllen.


In diesem Sinne: Gute Besserung! :)



Montag, 6. Februar 2012

Boost!


Eine Woche Stuttgart mit einem kleinen und sehr schönen Bloggertreffen, 
zwei tollen Konzerten und doofem naßkalten Wetter.

Direkt weiter zu einer Woche Hamburg mit einem schönen Treffen von sechs ehemaligen Kommilitonen, 
die in Hamburg wohnen oder zumindest da arbeiten und knackig-kalten Minusgraden plus Strahlesonne.
Viele von uns haben sich fast 10 Jahre nicht mehr gesehen. Schön war das!







Das Konzert im Michel war eine Augenweide.
Also - nicht nur der Dirigent. ;)





Wieder zu Hause krächzt Rübe 1 vor sich hin.
Keine Schule heute.

Stattdessen booste ich mich, um ja nicht angesteckt zu werden, 
denn die kommenden Wochen werden heftig weitergehen mit viel Fliegerei und Zugfahrten, 
Wäschewechsel-Kurzstopps zu Hause und imposanten Konzerten. 

Einmal mehr sind wir dankbar für den schwedischen Engel....

In diesem Sinne:

Lieblingsobst und heißer Sanddorn.

Neues Genähtes und Gesticktes wird es darum weiterhin erstmal nicht geben.
 Prioritätenwechsel.
Mal wieder.

Aber einer, der mir wahnsinnig gut gefällt. :)