Sonntag, 29. Juli 2012

Loslassen II

Noch nie waren sie so lange getrennt voneinander.

3 Wochen waren einmal die längste Zeit, erzählte meine Großmutter.
Damals war er in Ungarn. Zur Kur.
Die Karte, die er mir schrieb vor 25 Jahren, habe ich heute noch.

10 Monate ist sie nun tot und es war die schwerste Zeit seines Lebens.

Nun geht er auch.
Vielleicht heute noch oder in ein paar Tagen.


Wie schnell das geht...
Wie schön ich es fand...beide Großelternpaare noch zu haben.

Wie sehr gesegnet sie waren mit Gesundheit und hohem Alter, Selbständigkeit und Zufriedenheit.
Nun verliere ich den dritten Großelternteil in einem Jahr. Das ist schwer auszuhalten.

Ich sitze hier und lese in Großvaters Erinnerungen.
130 Seiten Bilder, Dokumente, maschinenbeschriebene Erzählungen.

Und ich denke an die duftende Rose, die ich beim Besuch neulich im Rosengarten sah.
Das war "seine" Rose. Oma liebte sie.
Unzählige hatten sie davon in ihrem Garten.


Alles, was ich Dir noch wünschen kann, Opa, ist eine gute Reise.

Ich wünsche Dir keinen Schmerz und keine Qual.
Geh im Schlaf, wenn Du kannst.

In Erinnerung behalte ich unsere letzte Begegnung.
Unseren langen Abschied.


Und...weißt Du noch? Als wir das bei mir gehört haben? 
So viele Jahre ist das her...
Uns liefen die Tränen über die Wangen...
Seither denke ich bei jedem Hören an diesen Moment und an Dich.

Ich hab Dich lieb!


Freitag, 27. Juli 2012

Freitagsfüller #174




1. Mir gefällt der Sommer.
2. Mein Lieblings-Campingurlaubsgericht war in diesem Jahr Schafskäse mit Tomaten, Olivenöl und Oregano in Alufolie - vom Grill.
3. Die Auswahl an Lesefutter für den Sommer überfordert mich immer wieder. Darum höre ich längst nicht mehr auf irgendwelche Lese-Empfehlungen auf Listen, Blogs, Foren oder Internet-Buchseiten, sondern gehe selbst ins Geschäft, durch die Regale und kaufe, was mir gefällt. Das ist wie früher und macht Spaß!
4. Seit neuestem habe ich hier einen und nicht mehr in Hamburg. Und weil so gut wie nie etwas ist, gehe ich entspannt dort hin. Zum Zahnarzt.
5. Die Sommerferien sind in einer Woche zu Ende. Das ist auch gut so, ich will wieder arbeiten.
6. Der Gedanke an den September zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen und ein schönes Gefühl in den Bauch.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die abgekühlte Luft bei der 10km-Runde in der Dämmerung, morgen habe ich einen Besuch bei Frau Sonja und einem Konzert geplant, davor bekommen wir Besuch von Familie Nähsucht-Paulinchen und Sonntag möchte ich ausschlafen und freue mich auf Kaffeekuchen-Besuch am Nachmittag! :)

Dank an Barbara, die Unermüdliche. Euch allen ein schönes Ferienwochenende. :)

Donnerstag, 26. Juli 2012

Nicht bewegen!

Alle haben über den Regen und Unwetter der letzten Wochen gemotzt.
Durch Zufall waren wir zu einer Zeit und an einem Ort im Urlaub, wo das Wetter himmlisch war und ein bisschen Regen des Nachts niemanden wirklich interessierte.

Nun ist der Sommer da, auch hier in Kurzvorpolen.
Mit Pauken und Trompeten möchte man sagen.
Kein Tag unter 30 Grad, kein Textilstreifen mehr am Körper als irgend nötig.

Der Duschhebel ist morgens und abends ganz weit rechts (kalt!) und der Appetit von den Rüben und mir pendelte sich nunmehr ein auf kastenweise Wasser, Obst, selbstgemachtes Wassereis und zugegebenermaßen nur wegen Großmutters mahnender Stimme im Kopf
"Kind, Du musst was Warmes essen!" auch mal was von Herd und Ofen.

(neue Kartoffeln, Zucchini, Paprika, Zwiebel, S+P, Olivenöl, 
Reste aus der Maisdose und mein neues Kommt-an-alles-Lieblingsgewürz)

Hattet Ihr hier die Flasche mit rotem Inhalt gesehen?
Was das war?

Loser Früchtetee (Holunderbeeren, Apfelstückchen, Rosenblüten, Hibiskus, Zitronenschale, ...) 
kalt aufgegossen mit Mineralwasser. 30 Minuten ziehen lassen. Lecker!

Ich habe ihn sogar mehrmals aufgegossen, so intensiv war der Geschmack.




Die nächsten Tage verbringen wir auch weiterhin im langsamen Modus. Noch 10 Tage Ferien.
Ein paar Verabredungen, schwimmen gehen, ins klimatisierte Kino 
oder einfach faul unter dem Sonnenschirm auf der Terrasse liegen.



Ein bisschen gestickt wird abends dennoch.
Ein paar kleine neue In-the-Hoop-Hübschigkeiten, die bald in den Shop wandern. *dumdidum*




Montag, 23. Juli 2012

Lazy

Wir urlauben noch immer.
Der Stress der letzten Woche mit Wasserschaden im Keller *örks*, 
Au Pair Abschied und Terminen wurde am Wochenende entspannt abgebaut.

Die Rüben und ich waren da, wo wir am liebsten sind: draußen.
Mit dem Rad aus dem Haus, einmal durchs Dorf und in den Wald.

Ich motze auch nach 4 Jahren noch viel über die unmöglichen Leute hier, wie bescheuert man eine Haussiedlung nur bauen kann, über das, was in Berlin mal wieder GAR NICHT funktioniert 
und vermisse Hamburg schmerzlichst, aber auf das Dorf und seine Traumlage lasse ich nichts kommen!























Und dann war da noch.....

....der langersehnte Besuch von Frau Ex nebst Gatten übers Wochenende.


Frühstücken, Wein trinken, schnacken, Fotos machen, vermissen.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Mal was anderes

Trällertrulla hat aufgeräumt und ein paar Schätze gefunden.

Willste sehen?


Alles muss raus! :)

EDIT:


NIX MEHR DA! :)

Dienstag, 17. Juli 2012

Sommer, Sonne, Darß!

Falls Ihr Euch fragt, wohin sich Euer Sommer in diesem Jahr verkrochen hat...

Auf den Darß.
Hier waren wir - wie schon seit vielen Jahren immer mit den gleichen Freunden samt Tochterkind, 
die die Rüben von Geburt an (eine Woche jünger) kennen und lieben.



Es gab genau 3 Regentage am Bodden.
Wobei das auch eher abends und nachts und am Tage wieder schön.
14 Tage waren wir da.

Und weil der Regen, wenn er kam, nur kurz und auch warm war, fand das Leben dennoch draußen statt.
Die neu gekauften Gummistiefel haben wir nicht ein einziges Mal gebraucht (und ich bin froh, für die Rüben eine Nummer größer genommen zu haben, so passen sie vielleicht im Herbst noch...)





In Rostock waren wir auch. Und während die Rüben im Kino waren, 
habe ich MEIN Rostock gezeigt.
Hier bin ich geboren, hier habe ich studiert, hier leben meine engsten Freunde.
Es hat sich sooo verändert. Und ist so schön geworden und an vielen Orten einfach schön geblieben. 




Hier wurde ich eingeschult. Die ehemalige "Große Stadtschule".
Seit einigen Wochen ist es nun das Haus der Musik. 
Beherbergt das Konservatorium und die Norddeutsche Philharmonie. 


Pflichtbesuch im Lieblingslokal.
Im Eine-Welt-Laden, der ebenfalls im Ökohaus beherbergt ist, habe ich viele Jahre gearbeitet.
Als ich dort war, musste ich sofort an Frau Mutti denken und die ganze Zeit grinsen. :) 


Nebenan - der Rosengarten. 

Und ganz hinten, kurz vor dem Steintor, wusste ich, 
daß eine Rose wächst, die im Garten meiner Großmutter wuchs und die ganz besonders duftet.
Ich musste weinen, als ich daran roch. Sie fehlt mir doch sehr.... 














Strand satt gab es natürlich auch.
Eigentlich haben wir die meisten Tage so verbracht.
Spät aufstehen, kurz vor Mittag frühstücken, Proviant packen, 10 km am Bodden entlang oder durch den Wald radeln und bis zum späten Abend am Strand bleiben.









Sportlich waren wir auch.
Und ich habe mir vorgenommen, im nächsten Sommer hier einen Kite-Kurs zu machen.
Erstens, weil das Equipment viel viel weniger ist als beim Surfen 
(ein Board und ein Rucksack mit dem Kite) und zweitens, weil Kite-Lehrer so schnuggelig sind. *gnihiii*

Rübe 2 hat diesen Jungen sehnsüchtig beobachtet und ist wild entschlossen, 
im nächsten Jahr seinen VDWS-Jüngsten-Schein zu machen. :) 

Mitgebracht habe ich mir auch etwas.
Eine getöpferte Tasse und in gleicher Farbe, ohne Punkte - einen großen Obstteller.

Wenn man den Boddenweg in Ahrenshoop entlangfährt, 
kommt man an 3 verschiedenen Töpferwerkstätten vorbei. 

Kennt Ihr das Buch "Häschenschule" von Fritz Koch-Gotha?


In diesem Haus hat er gelebt.


Und diesen Blick hatte er auf den Bodden. 

 Bis hierher geschafft? :) Herzlichen Glückwunsch!
Sommerurlaub gibt's ja nur einmal. Da muss man auch was zeigen. :)

In zwei Tagen verlässt uns unser Schwedischer Engel nach einem Jahr.
Es war ein gutes Jahr für sie - ganz sicher.
Für uns ist es gemischt.
Die erste Hälfte lief gut an, die zweite Hälfte schleppte sich dahin und 
wurde mehr und mehr zu "MY YEAR IN BERLIN" anstatt "MY YEAR AS AN AU PAIR IN BERLIN".

Nun zum Ende hin wird der Abschied daher nicht übermäßig schwer fallen 
und die Spannung auf "La belle femme française" wächst.

Noch zwei Wochen...