Montag, 12. Januar 2015

Das Jahr der Projekte

Fast 2 Wochen ist es jung, das neue Jahr.
Genauer gesagt 12 Tage. Aber heute gibt es kein 12 von 12 von mir, sondern was anderes. :)

Ich war noch nie Freund von diesen abgedroschenen Vorsätzen, die alle Jahreswechsel wieder durch die Gazetten und das Social Web spuken. Mehr Lesen, mehr Sport, abnehmen, mehr Zeit mit Mann/Kind/Eltern/BFF, ...

Ich bin eher eine Freundin von Inspirationen. Schon immer. Ich sehe was, das gefällt mir, das will ich auch probieren. Vielleicht. Ich merke es mir oder - in letzter Zeit - schreibe es auf. Dann probiere ich es. Oder halt nicht. 

Wie zum Beispiel das hier:


Dazu später mehr.


Unser großes Projekt für das Jahr 2015 mit der Nummer 1 ist natürlich unser Hausbau. 

Bisher wurde entworfen, verworfen, besprochen, geplant, ausgefüllt, und kurz vor Weihnachten der große Kredit bewilligt.

Aber: die Grundstücksbesitzerin will das für zwei Bauplätze gedachte Gesamtgrundstück auch nur gesamt verkaufen. Das heißt: wir warten seit Wochen, nein: seit Monaten mit scharrender Hufe darauf, daß wir anfangen können zu bauen. Die Dame ist leider ganz und gar nicht zu überreden, unsere 2/3 des Landes anteilig zu veräußern. No way. Sehr sehr blöd. Also warten wir und beten, daß wir Plan B und C nicht bemühen müssen. Dazu später mal mehr.

Großprojekt Nummer 2 ist der Umzug der Rüben aus dem Berliner Umland zu uns nach Ostwestfalen/NRW. Ja: Schulwechsel von 5. Klasse Grundschule ist sehr sehr doof!
Wir bereiten ihn seit vielen Monaten gemeinsam mit ihnen und ihrem Vater und ihren Lehrern vor.
Wir haben eine Schule gefunden, die ihnen wirklich sehr gefällt, sie hatten mit der ganzen großen neuen "Stief-Familie" einen sehr gelungenen Dänemark-Urlaub im Sommer, sie haben den Hausentwurf mitgestaltet und mit jedem Besuch hier werden sie vertrauter mit ihrer neuen Stadt.

Mein persönliches Mega-Projekt (Nummer 3) ist natürlich der Lehrauftrag an der Hochschule, der im März beginnen wird. Etwas, was ich nie zuvor gemacht habe und vor dem ich größten Respekt habe, auf das ich mich aber auch sehr sehr freue.

Seit Wochen lese ich mich in die Tiefen der Stimmbildung, Gesangspädagogik und Didaktik ein, schreibe Vorlesungsskripte, überarbeite sie, bestelle Bücher und heute wird es sogar ein neuer Rechner, denn meiner ist kürzlich zerbrochen (Ja, sowas geht!) und nicht mehr transportfähig. Örks!



Zwei ganz persönliche Projekte habe ich mir für 2015 erkoren. 
Eins davon spontan, das andere geistert schon etliche Jahre in meinem Kopf herum.

Das spontane persönliche Projekt (Nummer 4) ist ein Sparplan. 
Gefunden habe ich ihn durch Ursula Markgraf auf dem Blog von Uta Nimsgarn.

Der Plan? Man spart ein Jahr lang die Wochenzahl in ein Glas. 
Also: Woche 1 = 1€, Woche 2 = 2€, usw. 
Am Jahresende hat man 1.378€ im Glas.
Und das ganze Jahr über kann man sich schonmal überlegen, was man mit dem gesparten Geld machen möchte. 

Spannend daran finde ich die Idee dahinter: sich langsam an eine Thematik herantasten.
Es ist wie beim Sport oder einer Ernährungsumstellung: der sanfte Einstieg ist am nachhaltigsten.
Ich finde es deshalb für mich genau richtig und sehr motivierend.
Für Kinder geht das auch. Natürlich mit weniger Geld.
Fängt man mit 25 Cent in Woche 1 an, ergibt das am Jahresende immerhin stolze 344,50€.



Das andere und letzte persönliche Projekt (Nummer 5) ist eins, mit dem ich nach und nach viele gescheiterte Projekte der vergangenen 20 Jahre ausgleichen kann. Klingt komisch? Ist es gar nicht.
Gefunden habe ich es hier.


Mich begeistert diese gestrickte Decke aus Wollresten so so so so sehr, daß ich mich nun endlich daran gesetzt habe. Schon vor 20 Jahren habe ich zum ersten Mal Sockenwolle gekauft, später von meiner Großmutter welche geschenkt bekommen, das Stricken angefangen, aufgeribbelt, nochmal begonnen, an der Ferse gescheitert und liegengelassen. Eine große Tüte Wollreste hat sich gesammelt im Laufe der Zeit.


 Am Wochenende ging es los. Ich besuchte meine Busenfreundin Expresso, kaufte schnell noch die passende Nadelstärke und strickte bei ihr im muckeligen Wohnzimmer munter drauflos. Quatschen, stricken, Tee trinken - die absolute Tiefenentspannung über 2 Tage. Gell, Hase? :)


Inzwischen sind 6 weitere Quadrate fertig und ich bin ganz froh, etwas gefunden zu haben, was ich überall mit hinnehmen kann.
Heute saß ich von 9-13 Uhr in verschiedenen Wartezonen eines Klinikums (Nix Schlimmes!) und konnte sehr geduldig warten - und stricken. :)

Übrigens habe ich neulich "zwischen den Jahren" einen sehr sehr schönen Wolle-Shop gefunden: WOLLEN Berlin
Anfang Februar bin ich wieder in Berlin und werde mal reinschauen. Wer nicht in Berlin wohnt und auch nicht nach Berlin kommt, der kann online bestellen. 
Einen Blog haben sie auch und - was ich ganz toll finde - sie verkaufen auch komplett Sets zum Selbermachen, die bisher die Schönsten sind, die ich je gesehen habe.

Und jetzt melde ich mich ENDLICH bei Ravelry an. Jawoll!

Ach, Frau...äh.. Mutti häkelt seit Neuestem. Schon gelesen? :) Yeah!

Eine gute Woche für alle! 


Kommentare:

  1. So, so, Anfang Februar bist du also in Berlin?! :-) Ich hoffe, ihr hattet schöne Feiertage!
    GlG, Ines

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  2. Hach, ich vermisse Dich *knutscher*

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